Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Wintrich

24.07. - 29.07.2005

 

Es ist Sonntag, wir schreiben den 24. Juli des Jahres 2005, als ich mich gegen 10.00 Uhr zum Eckfelder Feuerwehrhaus begebe und auf eine riesige wartende Menschenmenge treffe. Alle kamen mit viel oder sehr viel Gepäck, manche früher, ich später. Abfahrt vom Feuerwehrhaus in EckfeldEin großer Anhänger ist schon  beladen, zu dem einige Kofferräume und Rückbänke. Nun besteigen wir, die 18 Kinder und Jugendlichen sowie die 6 Betreuer die Autos, um uns auf den Weg in ein unbekanntes Abenteuer zu begeben. Langsam verlässt die Autokolonne die von winkenden Eltern umsäumte Straße und zieht über die Autobahn in Richtung Mosel. Nach einer guten halben Stunde haben wir das Ziel vor Augen: den Zeltplatz in Wintrich.Blick auf den Zeltplatz Die beiden Zelte werden bezogen, der Zeltplatz genauestens erkundet und auch der Weinort Wintrich war vor unserem Besuch nicht sicher. Am Abend wurde zu einer Nachwanderung zusammengerufen, die uns durch die Weinberge führte. Vielen raubte diese bereits den Atem, doch unsere fröhliche Truppe trällerte währenddessen ein Liedchen nach dem anderen. Mehr oder weniger erschöpft krochen die Jugendlichen in ihre Schlafsäcke. Auch die Betreuer gingen nach und nach ins Zelt. Doch in der ersten Nacht verwehrte einigen die „Arbeit des Sägewerks“ den kostbaren Schlaf. Punkt drei Uhr lag die Hälfte der „Zeltbewohner“ wach, die sich dann sehr über das Schnarchen der anderen amüsierten. Um sieben Uhr drang die Stimme des Jugendwarts in unsere Träume, die uns aufforderte aufzustehen und zu frühstücken, da bereits um 8 Uhr der nächste Programmpunkt auf dem Plan stand. Kultur war angesagt: Wir gingen bis unter die Mosel um das Wasserkraftwerk in Wintrich zu besichtigen.Im Kraftwerk Wintrich Nach der interessanten Führung und einem guten Mittagessen brachte uns dann ein Bus zum Freibad in Bernkastel. Trotz niedrigen Sommertemperaturen um die 20°C wagten sich die Meisten ins kühle Nass. Der 5-Meter-Sprungturm fand das besondere Interesse der Kinder. Turmspringen "par Excellence"Einige andere und ich besorgten uns einen Volleyball um uns im Beachvolleyball zu versuchen. Nach und nach glückten uns einige Schläge übers Netz, aber leider auch aufs Dach des Hallenbads und über die Hecke, so dass wir unser „Spiel“ häufig unterbrechen mussten. Ständig kamen neue Spieler hinzu, viele spielten zum ersten Mal. Auch wenn das „Spiel“ nicht so ganz glückte, da viele Bälle nicht zurückgespielt wurden, hatten wir eine Menge Spaß. Am Abend stand für uns von 23 bis 2 Uhr die Nachtwache auf dem Programm.Nachtwache Anfangs war die komplette Jugendfeuerwehr am Lagerfeuer versammelt, doch nach und nach verabschiedeten sich die Kleineren ins Bett, so dass um 2 Uhr nur noch die Betreuer sowie wenige ältere Jugendfeuerwehrkameradinnen von der folgenden Wehr abgelöst werden konnten. Am Dienstag brachte uns ein Bus zur Sommerrodelbahn nach Daun. Stockte es zwar nach der ersten rasanten Abfahrt erst ein wenig bei der Bergfahrt, lief der Verkehr später einwandfrei. Einige konnten es sich jedoch nicht nehmen lassen, mit ihrem Schlitten einen Abstecher in den Wald zu machen, wir kippten bei der Abfahrt in der Kurve um und die letzten Fahrten wurden doch noch eine wacklige Angelegenheit, da Nieselregen die Fahrbahn zu einer „Hin-und-Her-Schaukelbahn“ machte, so dass einige mit kleineren Blessuren wieder ins Zeltlager zurück kehrten. Am Nachmittag war eine Dorfrallye zu bewältigen, welche wir aber durch die Hilfe einiger Bewohner und mit Informationen des Dorfhistorikers schnell und erfolgreich zu Ende brachten.Dorfrallye in Wintrich Das schöne Wetter und die freie Zeit verleiteten uns dazu unsere „Neulinge“ zu taufen. So wurden alle, die zum ersten Mal am Zeltlager teilnahmen sowie die „neuen“ Betreuer auf einen Tisch gelegt, mit Wasser begossen und mit Zahnpasta und sämtlichen Duschgels und Shampoos „gewaschen“. Am Abend forderten wir dann einige Meerfelder zu einem Volleyball–Match auf, welches sie nach langem hin und her und unter Hilfe einiger Morbacher auch ganz knapp für sich entscheiden konnten. Mittwochs stand der Besuch der Schleuse auf dem Plan. Zwei Feuerwehrmotorboote brachten uns zum anderen Ufer. Eine Gruppe durfte sich jedoch der Paddel bedienen, da auf  halbem Weg kein Sprit mehr zur Verfügung stand. Schließlich führte uns ein Weg unter der Mosel durch, der nicht allen gut bekam. Am Nachmittag war mit der Lagerolympiade ein Wettkampf angesagt, wo alle sich wegen der Hitze besonders auf die Wasserspiele freuten. Aber auch die anderen Spiele wurden mit Spaß, Konzentration und Ehrgeiz bewältigt. Am Abend waren wir mit dem Reinigen der sanitären Anlagen an der Reihe. Viele Hände, schnelles Ende. Nach diesem Motto haben wir dann auch diese eher unbeliebte Aufgabe in kurzer Zeit gemeistert. Die Parcourswanderung am Donnerstag führte uns am Morgen an der Mosel entlang. Hier warteten einige Laufspiele und Teebeutelweitwurf Teebeutel-Weitwurfauf uns. Mit mehr oder weniger guten Ergebnissen am Morgen zogen wir nach dem Mittagessen bei brüllender Hitze in den Weinberg um dort die restlichen Aufgaben zu bewältigen. Eine Wasserschlacht an einem Brunnen brachte gegen Ende der Tour endlich Abkühlung. Für einige begann am Abend  ein richtiges Abenteuer, für die meisten war es jedoch ein heftiger Schock: Alle versammelten sich in der Halle während draußen unter nachtschwarzem Himmel ein heftiger Sturm wütete. Als man nach einiger Zeit erfuhr, dass einige Zelte davon geflogen wären war es mit der Ruhe erst recht vorbei. Da auch das Betreuerzelt „vom Winde verweht“ war, verbrachte unsere Gruppe, nach dem „Such & Find - Spiel“ die Nacht in der Halle. Am Freitag wurden dann die Sachen, die am Vorabend nicht mehr in die Halle gebracht worden waren gesucht und verstaut. Im Zeltlager herrschte immer noch eine unheimliche Stimmung, da allen noch der Schrecken der Ereignisse vom Vortag in den Knochen steckten. Auch für die kommenden Tage wurde schlechtes Wetter sowie starke Regenfälle gemeldet, so dass  beschlossen wurde den Zeltplatz aus Sicherheitsgründen zu räumen. Trotzdem war es ein gelungenes Zeltlager, wenn es auch ein solch abruptes Ende nahm.

Lena Stolz

 

Bilder vom Kraftwerk und der Schleuse

Bilder vom Schwimmbad

Bilder vom Zeltplatz

Bilder von der Dorfrallye

 

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